Albert KrauseAlbert Krause
Foto: Richard Anger / Korb für Selbstbedienungsläden Polyethylen VEB Plastik- Werk Berlin um 1960
Albert KrauseAlbert Krause
Foto: Richard Anger / Seifenhalter Polyethylen VEB Plastik- Werk Berlin um 1960
Albert KrauseAlbert Krause
Foto: Richard Anger / Gewürzlöffel Meladur VEB Preßwerk Ottendorf- Okrilla um 1960
Albert KrauseAlbert Krause
Foto: Richard Anger / Dessertschalen Meladur VEB Plasta Preßwerk Auma um 1960
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Foto: Richard Anger / Milcheimer Polyethylen VEB Plastik- Werk Berlin um 1960
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Foto: Richard Anger / Vorratsbehälter Meladur VEB Plasta Preßwerk Auma um 1960
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Foto: Richard Anger / Tabletts Meladur VEB Plasta Preßwerk Auma um 1960
Albert KrauseAlbert Krause
Foto: Richard Anger / Papierkorb Polyethylen VEB Plastik- Werk Berlin um 1960

Albert Krause (1925-2012)

1. 12. 1925  geboren in Halle (Saale) als Sohn des Kaufmanns Walther Krause und seiner Ehefrau Marie, geb. Lattermann

Bis 1943  Schüler am Stadtgymnasium Halle

1943  Notabitur

1943  Reichsarbeitsdienst in Polen

1943 – 45  bei der Deutschen Wehrmacht in Russland

1945  schwere Verwundung: Aufenthalt im amerikanischen Lazarett in Halle (zugleich in amerikanischer Kriegsgefangenschaft)

1945/46  in Vorbereitung des Architekturstudiums Aufnahme einer Maurerlehre bei Gustav Ebert in Halle, Abbruch nach wenigen Monaten wegen der Folgen der Kriegsverletzung

August 1945  Studium an der Burg in der Zeichenklasse von Gustav Weidanz mit dem Wunsch, Architekt zu werden

1945  bei Eröffnung der Bildhauerklasse von Karl Müller Wechsel dorthin

Ende 1945 bis 1946  Besuch eines Abiturlehrgangs an den Franckeschen Stiftungen Halle

September 1946  Lehre in der Kunstschule und den Werkstätten der Stadt Halle, davon 1 Jahr bei Gustav Weidanz in der Kunstgießerei, im Juli 1950 aufgegeben wegen Tuberkulose

1946  lernt er an der Burg Giebichenstein Eva Bennewiz kennen, die eine Ausbildung zur Goldschmiedin und Emailleurin in der Klasse von Lili Schultz macht. Aus der 1952 geschlossenen Ehe gehen drei Kinder hervor (Stefan, geb. 1955, Wieland, geb. 1956 und Elisabeth, geb. 1967)

1950  Facharbeiter als Gürtler – ersatzweise zu dem geplanten Abschluss als Gießer

Ab 15.8.1950 bis 31.12.1953 als erster Mitarbeiter von Mart Stam am neugegründeten Institut für Industrielle Gestaltung in Berlin, später Institut für angewandte Kunst:
„Das war für mich ein sehr interessanter und besonders wichtiger Bildungsschritt.“ (Albert Krause,  maschinenschriftliche Biografie in Fließtext)
Dort arbeitet er eng mit Mart Stam und Marianne Brandt zusammen, die er schon vorher kennengelernt hatte und mit der er bis zu ihrem Tod befreundet blieb. Ab 15.2.1952 bis 30.4.1953 Krankheit wegen  Lungentuberkulose – zu dieser Zeit wurde Mart Stam, der mit der neuen Kunstideologie nicht konform ging und seit 1951 als Formalist politisch stark angegriffen wurde, seines Postens enthoben.

1950 – 55  Studium Metallgestaltung (extern und direkt bei Karl Müller (wegen TBC 1954 invalidisiert)

Dezember 1955  Diplom als Werkkünstler, Metallgestaltung bei Karl Müller

Ab 1. 5. 1954 bis 1956  Lehrbeauftragter am Institut für künstlerische Werkgestaltung für Techniken der Metallgestaltung

Ab 1. 1. 1956  Assistent von Karl Müller – Fachrichtung Metallgestaltung. Karl Müller unterstützt ihn verständnisvoll bei der Mitwirkung zur schrittweisen Entwicklung des Instituts für Gestaltung – Abt. Technische Formgestaltung – Sektion Arbeitsmittel-/Arbeitsumweltgestaltung in Halle.

1956 – 58  Assistent Fachrichtung Metallgestaltung, gleichzeitig an der Burg an der Vorbereitung des Entwicklungsinstituts für technische Formgestaltung tätig, aus dem später die beiden Formgestalter-Sektionen der HIF hervorgehen

1958  Oberassistent

Juli 1960  Diplom als Industrieformgestalter auf der Grundlage eingereichter Entwürfe/ausgeführter Arbeiten (Verwaltungsakt basierend auf vorzeigbaren Gestaltungsobjekten am Institut für Entwurf und Entwicklung und Referenzen seiner Zusammenarbeit mit der Industrie)

1964  Dozent am Fachbereich Produkt- und Umweltgestaltung im Bereich der Produktion bzw. Fachbereich Arbeitsmittel- und Umweltgestaltung

1966  Aufbau des Fernstudiums Arbeitsmittelgestaltung

Ab 1985  Leiter des Fachbereiches Arbeitsmittelgestaltung – parallel auch voll im Direktstudium engagiert

Ab 1988  wird Albert Krause kurz vor der politischen Wende und dem Fall der Mauer eine außerplanmäßige Professur in Aussicht gestellt. Infolge der neuen Strukturen im wiedervereinten Deutschland kommt die Professur nicht mehr zustande.

1990  Pensionierung

5. Juli 2012  in Halle (Saale) gestorben

 

Quelle: Nachlass Albert Krause, Familie Krause (Halle/Saale)

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