01 RENATE MÜLLER01 RENATE MÜLLER
RENATE MÜLLER in der ersten Werkstatt am Wohnhaus, 1980
02 RENATE MÜLLLER02 RENATE MÜLLLER
Spielplatz in Sonneberg-Wolkenrasen, Renate Müller bei Arbeit, 1986
03 Renate Müller03 Renate Müller
Kegelspiel, 1968, Fa. Leven KG
04 Renate Müller04 Renate Müller
Krokodil für 3 Kinder als therapeutisches Spielobjekt, 1974, Fa. Leven KG, nach Verstaatlichung im VEB Sonni weiterproduziert bis 1989
05 Renate Müller05 Renate Müller
Verschiedene Spielelemente aus Rupfen und Leder für Innenraumspiel, 1979/80
06 Renate Müller06 Renate Müller
Farbige Rupfenvögel nach Gedankengut von Friedrich Fröbel, 1981
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Spielplatz für die Polytechnische Oberschule für Körperbehinderte Erfurt-Nord, Teilansicht mit Schäferfigur und Schafen, 1. Spielplatzprojekt 1979/80
08 Renate Müller08 Renate Müller
Kind mit Therapeutin beim Üben in Frühförderung Sonneberg, 1989
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Kinderklinik Nordhausen innen, 1999/2000
10 Renate Müller10 Renate Müller
Rupfenesel, Unikat, 2008
11 Renate Müller11 Renate Müller
Kindergarten Köppelsdorf 2009/2010 Gesamtkonzept mit Bernd Rückert - Spielbereich und Flur
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MoMa-Ausstellung "Century of the child" NYC 2012
13 Renate Müller13 Renate Müller
Woven_Forms_PopUP_24 Teppiche in Ausstellung am Broadway, NY 2017, (Galerie R & Company NY)
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diverses Rupfenspielzeug, 2017 Foto: Lutz Naumann
15 Renate Müller15 Renate Müller
Pyramide Nilpferd-Wal-Elefant bunt für Ausstellungsplakat Schloss Molsdorf bei Erfurt, 2017/18

Renate Müller

1945 in Sonneberg/Thüringen als Renate Lindemann geboren.
1962 nach dem Tod des Großvaters Friedrich Engel übernehmen die Eltern Emil Lindemann und Hildegard Lindemann, geb. Engel, die Firma „H.J. Leven-KG“ (1912 als Spielwarenbetrieb „H.J.Leven Sonneberg“ gegründet, 1931vom Großvater Friedrich Engel, Partner von Hubert Joseph Leven, übernommen, Fertigung von hochwertigen Puppen, Plüsch- und Stofftieren). Mit der Republikflucht der Tante Dora-Margit Hermann, geb. Engel ging deren10% Firmenanteil an den Staat DDR, aus der Firma wurde die H. J. Leven KG, d.h. mit staatlicher Beteiligung.
1964 Abitur und Facharbeiterabschluss als Maurer,
1964 – 1967 Studium an der Fachschule für Spielzeug bzw. Ingenieurschule für Maschinenbau und Spielzeugformgestaltung, Sektion Textilspielzeug in Sonneberg bei Helene Haeusler.
1967 „H.J. Leven KG“ erwirbt auf Anregung von Helene Haeusler 3 Modelle von Rupfentieren mit allen Rechten (Studentenarbeiten: Nashorn/Gudrun Metzel, Ente/Elfriede Fritsche/Bätz, Kleiner Würfel), die auf Initiative und unter Mitwirkung der Dozentin Helene Hauesler um 1960 entstanden.
1967 – 1972 Gestalterin im elterlichen Spielwarenbetrieb „H.J. Leven-KG“ Sonneberg.
Entwicklung von Plüsch- und Stoffspielwaren sowie des Sortiments von Rupfentieren, dem bekannten Therapeutischen Spielzeug und Design-Klassiker;
Auszeichnungen und Zertifikate:
Geschmacksmusterschutz/Patentamt DDR,
„therapeutisch wertvoll” ASMW DDR,
„Gutes Design” AIF DDR u.a.
enge Zusammenarbeit mit sonderpädogogischen und medizinischen Testeinrichtungen
1968 Heirat – Renate Müller
1970 Geburt der Tochter
1972 Geburt des Sohnes.
1972 Enteignung und Verstaatlichung des elterlichen Betriebes.
1972 – 1978 Gestalterin im „VEB Therapeutisches Spielzeug” bzw. „VEB Sonni“ in Sonneberg. Berufung als Gutachterin beim Amt für Industrielle Formgestaltung (AIF) und beim Amt für Sicherheit, Meßwesen und Warenprüfung (ASMW).
1974 Qualifizierungslehrgang für angestellte Gestalter an der „Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein“ in Halle/Saale bei Prof. E. Andrä und Prof. L. Zitzmann.
1976 Aufnahme in den „Verband Bildender Künstler“ (VBK) der DDR, Goldmedaille der Internationalen Leipziger Messe für ein Sortiment Therapeutisches Spielzeug.
1978 Auszeichnung GUTES DESIGN;
seit 1978 freischaffend als Spielzeuggestalterin und Kunsthandwerkerin in eigener Werkstatt in Sonneberg. Entwurf und Ausführung von individuell gestalteten Spielplätzen in verschiedenen Städten der DDR.
1979 Gründugnsmitglied der Arbeitsgruppe „Kindumwelt“ im VBK/DDR;
1977 – 1988 Teilnahme an der VIII., IX., X. Kunstausstellung der DDR in Dresden.
1982 – 1991 Lehrtätigkeit an der Ingenieurschule für Maschinenbau und Spielzeugformgestaltung in Sonneberg, Fachrichtung Gestaltung, Textilspielzeug
1980 – 1988 Leiterin der Arbeitsgruppe „Kindumwelt“ im VBK/DDR – zahlreiche gemeinsame Aktivitäten in Form von Ausstellungen im In- und Ausland, Workshops, interdisziplinäre projektbezogene Seminare (z.B. „Friedrich Fröbels Gedankengut heute“, Spielplätze, kinderfreundliche Stadt, Kindergärten, Schulhort u.a.), Realisierung von Aufträgen im Bereich architekturbezogener Kunst, Studienreisen mit Kollegen/innen des VBK.
1988 Teilnahme am Interdesign – Seminar am Bauhaus/Dessau „Fördern durch Spielmittel“;
1989 – 1990 Leiterin der Zentralen Arbeitsgruppe Kindumwelt im VBK/DDR.
1990 nach der Wiedervereinigung Deutschlands Rückübereignung des elterlichen Spielwarenbetriebes.
1990 Teilnahme am Unesco-ICSID Interdesign-Seminar am Bauhaus/Dessau „Toys for Childrens Rehabilitation“;
1990 Mitglied im Verein „Fördern durch Spielmittel, Spielzeug für das behinderte Kind e.V.“
1990 – 1995 weitere Aktivitäten in der Arbeitsgruppe „Künstler für Kinder“ im VBK/Thüringen, verschiedene Ausstellungen zum Thema „SPIEL(T)RÄUME“;
1991 Gründung des Entwurfsateliers „Renate Müller, Spielzeug + Design“ in Sonneberg;
1993 Eigener Messestand zur Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg; Beginn der geschäftlichen und pädagogischen Zusammenarbeit mit Prof. Tadashi Tsu.i, der Fa. Brother Jordan & C. Osaka sowie japanischen Kindergärten, Vortragsreisen und Workshops in Japan; Workshops mit japanischen Pädagogen in Sonneberg.
1993 – 1995 Lehrtätigkeit an der VHS Sonneberg „Spielzeug mit therapeutischem Wert“ und im Rahmen des F. Fröbel-Zertifikats und der Kindergärtnerinnenausbildung.
1996 Personalausstellung im Deutschen Spielzeugmuseum
Werkdokumentation „RENATE MÜLLER SPIELZEUG + DESIGN“.
1995 – 2010 Design und Realisierung zahlreicher Projekte: komplexe Kindumweltgestaltung, Spielplätze, Kindergärten, Kinderkliniken, museumspädogogische Spielräume; Stadtgestaltung (u.a. mit dem Maler und Grafiker Bernd Rückert) Design und Realisierung von Therapeutischem Spielzeug, den originalen Rupfentieren, Classic – Line und Colour – Line, künstlerischen Unikaten u.a.
2005 „gebrauchs gut – Ostdeutsches Design mit Tradition“. Kestner-Museum, Hannover Ausstellungsbeteiligung;
2006/2007 Ausstellungsbeteiligungen:„Zappel Philipp!“ Die Welt der Kindermöbel. Hofmobiliendepot, Möbel Museum Wien, Museum „Marta“ Herford;
2010 Umfangreicher Ausstellungsbereich im Deutschen Spielzeugmuseum Sonneberg;
2010 l. Personalausstellung in den USA in der 20th Century Gallery NYC (ab 2014 R&Company), Buch zur Ausstellung „RENATE MÜLLER TOYS +DESIGN“, Kinderworkshops;
2012 Ausstellungsbeteiligung „Century of the Child“ im Museum of Modern Art NewYork mit Vintage-Objekten – Nilpferd und Sitz- und Spielelemente;
2013 Arbeiten in Vorbereitung der 2.Personalausstellung in der R20th Century Gallery New York  zusammen mit Bernd Rückert (Maler und Grafiker/Lauscha)
Mitwirkung an Kinderprojekten und Workshops im Rahmen des Museums- und Geschichtsvereins am Deutschen Spielzeugmuseum Sonneberg;

2014 2. Solousstellung in der  R20th Century Gallery in New York, Spielzeugunikate,
Kinderzimmermöbelvarianten zusammen mit Bernd Rückert, Kinderworkshops;

2015 Art&Design Miami/Basel – Stand der Galerie R&Company mit großer Spielinstallation „Shadows on the Moon“;

2015/16 Teppichentwürfe – in Nepal handgeknüpft
Galerie R&Company NY und Fa. Amini Mailand
Ausstellung im Palazzo Benzon/Venedig im Rahmen der 15. Biennale 2016
sowie in der Galerie R&Company NY 2017;

2017 SpielzeugDesign. Rupfentiere von Renate Müller
Ausstellung,  Schlossmuseum Molsdorf, Erfurt-Molsdorf;

2018/2019 3. Soloausstellung „Fun and Fantasy“ in neuen Räumen der Galerie der R & Company NY mit Kinderworkshops.
Freie Arbeiten mit Restaurierungen,
Ausstellungsbeteiligungen im Bauhausjahr: VBK/Thüringen im Kunstzentrum Gotha „AnlaßBauhaus“, „Bauhaus 100“ Neues Museum Nürnberg, „Design in Thüringen“ Museum für Angewandte Kunst in Gera mit Kinderworkshop,
Vortrag und kleine Ausstellung in der „Villa Schminke“, Löbau,
Soloausstellung in der „Kunsthall“ Stavanger/Norwegen mit Kinderworkshop.
Verleihung des Verdienstordens des Freistaates Thüringen.

2020 Freie Arbeiten und Restaurierungen von Vintagen.
Beteiligung an der Umgestaltung des Spielbereichs im Deutschen Spielzeugmuseum Sonneberg.
Große Rupfentiere für das Kunstmuseum Moritzburg Halle/S.
Ausstellungsbeteiligung „Deutsches Design 1949 – 1989. Zwei Länder, eine Geschichte“, Vitra Design Museum Weil am Rhein und Kunstsammlungen Dresden.


Zum Interview mit Renate Müller

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