Foto: Rudolf Grüttner 1984, Fotograf: Roger Melis

 


Zum Interview mit Rudolf Grüttner


Rudolf Grüttner
Geboren am 5. März 1933 in Schweidnitz, Schlesien.
1939-1945 Volks- bzw. Hauptschule in Schweidnitz, 1945 Zwangsevakuierung nach Oberbayern.
1945-47 Abschluss 8.Klasse Volksschule in Weilersbach, Oberbayern, 1947 Übersiedelung nach Zwickau.

1947-50 Schildermaler-Lehre bei der Firma Erich Damm in Zwickau.
1950-52 Plakatmaler bei der Konsumgenossenschaft Zwickau, Abendstudium an der Mal- und Zeichenschule an der Robert-Schumann-Akademie in Zwickau.

1952-56 Gebrauchsgrafik-Studium an der Fachschule für Grafik, Druck und Werbung, ab 1954 Fachschule für angewandte Kunst, Berlin.
1956-59 Assistent für Druckgrafik an Fachschule für angewandte Kunst Berlin, parallel Fernstudium an der Karl-Marx-Universität Leipzig, Abschluss mit Fachschullehrer-Prüfung.
1959-60 Fachschullehrer für Druckgrafik und drucktechnische Verfahren an der Fachschule für angewandte Kunst Berlin.

1960-66 Chefgrafiker an der illustrierten Wochenzeitschrift „Freie Welt“ in Berlin.

1966-75 freischaffende Tätigkeit in Berlin: Layout für Zeitschriften und Bildbände, Buchgestaltung, Plakate, Schallplatten-Cover, Ausstellungsgestaltung und Corporate Design.

1975-76 Oberassistent im Fachgebiet Gebrauchsgrafik an der Kunsthochschule Berlin, nach gemeinsamer Ausstellung mit Hans-Joachim Schauß im Foyer der Kunsthochschule wird beiden vom Senat der Hochschule 1976 das Diplom verliehen.
1976-78 Dozent für Gebrauchsgrafik an der Kunsthochschule Berlin,
1978-1994 Professor für Gebrauchsgrafik an der Kunsthochschule Berlin,
1988-1990 Rektor der Kunsthochschule Berlin, vor Ablauf der regulären Wahlperiode aus eigenem Entschluss zurückgetreten.

1988 Lehrauftrag an der Gesamthochschule Kassel gemeinsam mit Hans-Eberhard Ernst: Ausstellung,
Vorlesungen und Seminare zu Plakatschaffen, Illustration und Zeichnung in der DDR.
1995 Lehrauftrag an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (Grundlagen der Gestaltung,
Schriftschreiben und Schriftzeichnen).
Seit 1994 freischaffender Gebrauchsgrafiker in Berlin.

Ausstellungen:

1971 Ausstellung von Theaterplakaten, Kunstsalon am Altmarkt, Dresden
1978 Plakatausstellung im Foyer des Stadttheaters von Amsterdam auf Initiative des „Icograda“-Boards
1982 Ausstellung in der Galerie Kunstsammlung Cottbus (Plakate)
1982 Ausstellung im Kulturzentrum der DDR in Budapest (Plakate)
1987 Ausstellung in der Galerie des Moskauer Künstlerhauses (Gebrauchsgrafik)
1989 Ausstellung im Holbeinhaus zu Augsburg (Plakate)
1990 Ausstellung in der Galerie Rathaus Treptow (Plakate)
1990 Plakatausstellung in der „Villa Stahmer“ in Georgsmarienhütte
2003 „Lange Nacht der Plakate“, Ausstellung zum 70. Geburtstag in einer Tennishalle in Berlin-Baumschulenweg
2013 „Rudolf Grüttner. Gebrauchsgrafik, Arbeiten aus fünf Jahrzehnten“, Ausstellung in der Burg Beeskow

Regelmäßige Teilnahme an den Kunstausstellungen der DDR sowie am Wettbewerb „Die 100 besten Plakate des Jahres“
2016 vertreten in „Masse und Klasse. Gebrauchsgrafik in der DDR“, Werkbundarchiv – Museum der Dinge Berlin


Preise, Auszeichnungen:

1975 Kunstpreis der DDR
1976 1. Preis beim internationalen Plakatwettbewerb der sozialistischen Länder zum 1. Mai
1978 Nationalpreis der DDR 3.Klasse
1986 Nationalpreis der DDR 2. Klasse
1988 Goethepreis der Stadt Berlin

Verbandstätigkeit

1968 Aufnahme in den Verband Bildender Künstler der DDR (VBK), Sektion Gebrauchsgrafik
1974-78 Vorsitzender der Zentralen Sektionsleitung im Verband Bildender Künstler der DDR
1974-88 Mitglied des Präsidiums und des Zentralvorstands des Verbandes Bildender Künstler der DDR
1983 – 1988 1. Stellvertreter des Präsidenten des VBK-DDR
1984 – 1985 Vorsitzender des Bezirksverbandes Berlin des VBK-DDR

1974-1979 Board-Member des International Council of Graphic Design Associations
1978/79 -Vice-President